In der Schweiz gibt es ungefähr 6 500 Rapsproduzenten, die auf einer Fläche von ungefähr 23 000 Hektaren (entspricht rund 33 000 Fussballfeldern) Raps anpflanzen. Im Anbau wird unterschieden zwischen HOLL- und klassischem Raps. Das Anbauverhältnis ist ca. 1/3 zu 2/3. Angebaut wird hauptsächlich Winterraps. Dieser heisst so, weil er im August, also vor dem Winter, angepflanzt wird. Im Flachland und bis auf 800 m ü.M. gedeiht er auf kalkhaltigen Böden besonders gut. Pro Hektare (100 x 100 m) werden bis zu drei Kilogramm Samen ausgesät, dies gibt pro Quadratmeter (1 x 1 m) rund 50 Samenkörner mit einem ungefähren Durchmesser von einem halben Millimeter.

Die Blütezeit von Raps ist im April oder Mai. Sobald die Blüten befruchtet sind, bilden sie Schoten, in welchen zahlreiche kleine schwarze Körner zu finden sind, die Rapssaat. Ab Mitte Juli wird der Raps dann mit einem Mähdrescher geerntet und in Sammelstellen abgeliefert, wo er gereinigt und wenn nötig getrocknet wird. Zwischen 70 000 und 75 000 Tonnen Körner werden den Sammelstellen jährlich zugeführt. Von dort gelangen sie zu den Ölwerken.

Die «Gegenspieler» von Raps sind Erreger von Pilzkrankheiten, die Wurzeln und Stängel angreifen. Tierische Schädlinge sind Erdflöhe und vor allem der Rüssel- oder Glanzkäfer. Je länger Raps auf derselben Fläche angebaut wird, desto besser vermehren sich seine «Gegenspieler». Deshalb wird nach der Ernte auf dem jeweiligen Feld für mindestens drei Jahre kein Raps ausgesät.

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Haben Sie gewusst? Jedes Jahr während der Blütezeit des Raps verwandeln die Rapsfelder die Schweizer Landschaft in gelb leuchtende, wunderbare Bilder. Nicht nur die Menschen erfreuen sich an den blühenden Rapsfeldern. Auch die Insekten fühlen sich in den Rapsfeldern wohl. Insbesondere die Bienen ernähren sich gerne von den Rapsblüten. Somit trägt der Schweizer Raps auch zur Erhaltung von Fauna und Flora bei und hilft mit, die Biodiversität zu fördern.