Raps ist eine Kreuzung von Kohl und Rübsen und gehört somit zu den Kreuzblütengewächsen wie Senf und Kohl. Beim Raps existiert keine Wildform, das heisst, er wurde vom Menschen gezüchtet. Ursprünglich stammt er aus dem östlichen Mittelmeerraum, und für die Verbreitung in ganz Europa sorgten die Römer. Raps wird bereits seit Jahrhunderten wegen des hohen Ölgehalts seiner Samenkörner kultiviert.

Vor den 70er Jahren war Raps als Lebens- und Futtermittel nicht verwendbar, denn er enthielt die schädliche Erucasäure sowie für Tiere giftige Glucosinolate. Deshalb wurde sogenannter Null-Raps (0-Raps) gezüchtet, der praktisch erucasäurefrei war und die besser verträgliche Ölsäure enthielt. 1985 wurde der erste Doppelnull-Raps (00-Raps) entwickelt, welcher sich zusätzlich durch stark gesenkte Glucosinolat-Gehalte auszeichnet. Doppelnull-Raps eignet sich als Speiseöl ebenso wie für eiweissreiches, sojaähnliches Viehfutter.

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